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  • Der Umweltbeirat Karlstein informiert:

    In seiner Herbstsitzung 2018 hat der Umweltbeirat Karlstein turnusgemäß die Neuwahl seines Vorstands durchgeführt:

    Zum 1. Vorsitzender wurde zum dritten Mal Dr. Stefan Poths gewählt; Günter Lang ist ebenfalls im Amt des 2. Vorsitzenden bestätigt worden. Günter Lang bekleidet dieses Amt bereits seit 31 Jahren, also seit Gründung des Umweltbeirats.

    Zurückblickend auf die vergangene, dreijährige Amtsperiode des ehrenamtlich arbeitenden Gremiums hat der Umweltbeirat zahlreiche Aktivitäten organisiert und umgesetzt.

    Die besonderen Höhepunkte der letzten Jahre waren im Jahr 2017 die Feier aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Umweltbeirats und die Verleihung des Umweltpreises des Landkreises Aschaffenburg (1. Preis) ein Jahr zuvor.

    Zusammengefasst ergibt sich folgende Übersicht der Aktivitäten des Umweltbeirats seit dem Jahr 2015:

    1. Einbindung in Bauvorhaben als „Träger öffentlicher Belange (TÖB)“ zum Zweck naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen beim Vollzug von Bebauungsplänen
      1) ISEK
      2) Bebauungsplan „Südlich der Frankenstraße“
      3) Umgehungsstraße Karlstein
      4) Neubau des Feuerwehrgerätehauses
    2. Einbindung bei Baumfällungen im öffentlichen Raum
    3. Beantragung der vollständigen Unterschutzstellung des Gustavsees
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    4. Beantragung der Entsiegelung des Festplatzes
    5. Beantragung der ökologischen Neugestaltung der Hagbacheinmündung in den Main
    6. Beantragung der Realisierung von Biodiversitätsmaßnahmen im Gemeindewald
    7. Durchführung von Informations-/Ausstellungsveranstaltungen zu den Themen
      1) Terra preta – Biokohle in Landwirtschaft und Gartenbau (2015);
      2) Lichtverschmutzung (Vortrag und Ausstellung; 2017);
      3) Freiflächengestaltung im Klimawandel (2018)
    8. Engagement bei der Weiterentwicklung der Streuobstwiesen
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    9. Engagement bzgl. der Ausweisung von Neubaugebieten (seit 2015) mit dem Ziel, die Dynamik des Flächenverbrauchs in Karlstein zu reduzieren
    10. Gewinn des Umweltpreises 2016 (1. Platz) des Landkreises Aschaffenburg
    11. Begründung der Internet-Präsenz (2017)
    12. Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbeirats 2017
    13. Veröffentlichung einer Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbeirats 2017
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    14. Durchführung von Exkursionen:
      1) 2015: Inaugenscheinnahme Baugebiet „Südl. Frankenstraße“; Lärmschutz A 45; Waldumbau Elmert
      2) 2016: Begehung der Ausgleichsfläche „380 kV-Schaltanlage Dettingen“ der Fa. Amprion (RWE)
      3) 2017: Besichtigung Biotope u. Infrastrukturen am Main: Hagbachmündung, „Nilchen“, Festplatz Dettingen, Bauwerk Dettingen Abwasserzweckverband
      4) 2018: Inaugenscheinnahme des Badesees („Weißsee“) und der Umgehungsstraßenbaustelle
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    Als wichtige neue Initiativen plant der Umweltbeirat, Projekte innerhalb Karlsteins anzuschieben, die als Reaktion auf Klimawandel und demografische Entwicklung ein ökologisch wertvolles Umfeld für die Bewohner unserer Gemeinde schaffen. Dazu zählen Maßnahmen zum Erhalt von Kaltluftschneisen, die insbesondere in den heißen Sommermonaten die nächtliche Auskühlung unserer Ortsteile sicherstellen.

    Aber auch die Anlage ökologisch wertvoller Blühflächen und die vermehrte Pflanzung trockenheitsresistenter Bäume innerhalb der Gemeinde sollen helfen, dass sich die bebauten Flächen tagsüber gar nicht erst extrem erhitzen.

    Daneben wird es als immer wichtiger angesehen, dass blühendes Grün und vor allem die unverbaute Landschaft für die Bürgerinnen und Bürger ohne lange Wege erreicht werden können. Hierbei wirkt nachweislich die freie Natur erholsam auf Körper und Geist. Dieses Umfeld in Karlstein für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten bzw. auszubauen ist vorrangiges Ziel moderner Stadtplanung und wird daher auch vom Umweltbeirat sehr unterstützt. Projektinitiativen wie zum Beispiel die Initiative „StadtGrün-Naturnah“ können zur Beratung und teilweise auch zur Finanzierung kommunaler Projekte herangezogen werden.
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    Logo der Projektinitiative „StadtGrün-Naturnah“. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

     

     

     

    Biodiversität statt Insektensterben:

    Vortragsveranstaltung des Umweltbeirats Karlstein zur Freiraum- und Gartengestaltung im Einsatz für Biodiversität und Artenschutz am 21. Juni 2018

    bericht-vortrag-21-06-2018-bild-1Der Umweltbeirat Karlstein veranstaltete am 21. Juni 2018 eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Themenkomplex, wie Gärten und öffentliches Grün fit für die Zukunft gemacht werden können. Im Mittelpunkt standen Biodiversität und Artenschutz, aber auch zahlreiche weitere hochaktuelle Ansprüche an eine zukunftsweisende Gartengestaltung.

    Referent Michael Maier, Landschaftsarchitekt und überzeugter Naturschützer aus Hasloch in Unterfranken, fesselte mit seinem Bildmaterial und seinen Stellungnahmen zur aktuellen Entwicklung bei öffentlichem Grün und in vielen Privatgärten die Zuschauer des Abends. Hauptthesen waren, dass Gärten und öffentliche Freiräume zukünftig eine immer größere Rolle spielen werden, sei es als Erholungs- und Ruhezonen, als Bewegungs- und Begegnungsort oder als Inseln für Artenvielfalt und Biodiversität im Siedlungsraum. Gärten können nachweislich das Kleinklima in den Städten verbessern und damit Quelle für Kraft und Energie werden, wo sich der Mensch wohlfühlt. Daneben müssen Gärten und öffentliche Grünflächen zunehmend mit den Herausforderungen in Form von Hitze und Trockenheit auf der einen und heftigen Niederschlagsereignissen auf der anderen Seite zurechtkommen.

    Bildgewaltig präsentierte Michael Maier zahlreiche Projektbeispiele, wie der Garten für die Zukunft gerüstet ist, für Bienen, Schmetterlinge undbericht-vortrag-21-06-2018-bild-2 andere Insekten zum Rückzugsgebiet wird und die Menschen den Garten als Quelle der Freude und Inspiration genießen können. In diesem Zusammenhang wurden naturnahe, aber auch seniorengerechte und kinderfreundliche Grundsätze aus der modernen Gartengestaltungspraxis gezeigt. Dazu zählten auch Exkurse in die Dach- bzw. Fassadenbegrünung und der Regenwasserbewirtschaftung an Industrie- wie Privatbauten.

    Der mit fast 40 Zuhörern gefüllte Saal erlebte eine kurzweilige und visuell sehr ansprechende Einführung in die Welt der Gärten als wichtige Bastion des Artenschutzes im Siedlungsraum. Die Fragen und Diskussionsbeiträge der Zuhörer wiesen diese als besonders erfahren in Themen des Naturschutzes wie auch des Gärtnerns aus. Nach zwei Stunden schloss die Veranstaltung, nicht ohne den Teilnehmern zahlreiche Anregungen für die eigene Gartennutzung inkl. passender Broschüren mitzugeben.

    Fotos: © Michael Maier, Hasloch/Ufr.

     

     

     

    12. April 2018 – Der Umweltbeirat Karlstein gratuliert:

    Verleihung des bayerischen Umweltpreises „Grüner Engel“ an Robert Ehrenhart

     

    gruener-engel-an-robert-ehrenhart1Robert Ehrenhart, Mitglied des Umweltbeirats Karlstein seit Gründung des Gremiums im Jahr 1987, wurde am 12. April 2018 der Umweltpreis der bayerischen Staatsregierung „Grüner Engel“ verliehen.

    Wir freuen uns und gratulieren dem Preisträger, der zusammen mit Bürgermeister Peter Kreß und einer Karlsteiner Delegation nach Würzburg fuhr, um diese Ehrenauszeichnung von Staatsminister Dr. Marcel Huber entgegen zu nehmen.

    Im Rahmen eines feierlichen Empfangs, den die Regierung von Unterfranken ausrichtete, gruener-engel-an-robert-ehrenhart2lobte Staatsminister Huber die herausragenden Verdienste Robert Ehrenharts für Natur und Umwelt in den zurückliegenden Jahrzehnten.

     

    Wörtlich sagte Umweltminister Huber über die Preisträger des „Grünen Engels“:

    gruener-engel-an-robert-ehrenhart3„Ehrenamtliche Helfer sind kreative Köpfe, fleißige Hände und erfahrene Praktiker. Erfolgreiche Naturschutzarbeit ohne sie ist undenkbar. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Naturheimat Bayern.

    Ihnen gelten unser Dank und unser Respekt. Wir können stolz darauf sein, dass diese Werte im Freistaat tief verwurzelt sind.“

    Robert Ehrenhart hat durch sein ehrenamtliches Lebenswerk bewiesen, dass er für die Werte des Natur- und Umweltschutzes brennt und sich gruener-engel-urkundeaußerordentlich dafür einsetzt. Er ist als Gründungsinitiator der Vogel- und Naturschutzgruppe Karlstein und als deren langjähriger Vorsitzender in unserer Gemeinde gut bekannt.

    Zudem engagiert Robert Ehrenhart sich als Bachpate, Fledermausexperte und seit über 25 Jahren über die Grenzen Bayerns hinaus in der Seeadlerbewachung des WWF oder der Universität Kiel an den nord- bzw. ostdeutschen Binnenseen und an der Ostseeküste. Auch in diesem Jahr wird Robert Ehrenhart sein Engagement fortsetzen, wenn er im Frühsommer wieder nach Schleswig-Holstein zur Seeadlerbewachung aufbrechen wird.

     

     

     

     

    Biodiversität und Artenschutz sind Themen, die uns bereits seit vielen Jahren beschäftigen. Dabei hatten wir in den zurückliegenden ubr-update-20180117-8Jahren vor allem den Bienenschutz im Fokus. Der Umweltbeirat beschäftigt sich aktuell mit Überlegungen, wie Siedlungs-flächen, also öffentliche Grünanlagen, aber auch Hausgärten, Dachterrassen und Fassadenbegrünungen hierfür stärker genutzt werden können, wenn die Nachfrage besteht. Vielleicht münden diese Überlegungen auch in einen neuen Vortrag aus der Reihe „Umweltbildung“. (Foto: Bienenschwarm im Baugebiet „Karlstein II“).

     

     

     

     

    ubr-update-20180117-9Weiterhin beschäftigt den Umweltbeirat Karlstein das Thema „Flächenverbrauch & Flächenversiegelung“. Hierüber spricht mittlerweile ganz Bayern, weil der Flächenverbrauch im gesamten Freistaat bezogen auf seine Dynamik ein unglaubliches Tempo angenommen hat. Im Umweltbeirat diskutieren und kritisieren wir dieses Thema hingegen schon recht lange. Als mit dem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungs-konzept (ISEK)“ Vorschläge geboren wurden, die Karlstein relativ an die Spitze des Flächenverbrauchs in Bayern gesetzt hätten, haben wir entsprechend Stellung bezogen (siehe dazu: https://www.karlstein.de/wp-content/uploads/2015/11/ISEK-Stellungnahme-Umweltbeirat.pdf). Die landesweite wie auch die örtliche Diskussion zum Flächenverbrauch bestärkt jedoch den Umweltbeirat, an diesem Thema weiterarbeiten zu müssen.

    Luftbild aus: ISEK (in der finalen Fassung vom 28.04.2016), S. 78.

     

     

     

     

     

     

     

  • Geschäftsordnung des Umweltbeirates

  • 1. Vorsitzender Dr. Stefan Poths, Tel. 06188/990933 poths-stefan
    2. Vorsitzender Günter Lang

    Winfried Bruder
    Robert Ehrenhart
    Winfried Frepponumweltbeirat
    Horst Herzog
    Werner Heßberger
    Karlheinz Huth
    Werner Imhof
    Reinhard Koch
    Karl-Heinz Lindner
    Martin Mähliß
    Burkhard Merget
    Franz Sell
    Helmut Winter

  • Kartierung wichtiger Naturschutzprojekte des Umweltbeirats Karlstein seit 1987

  • Vortrag zur Freiraum- und Gartengestaltung im Einsatz für Biodiversität und Artenschutz am 21.06.2018

    Ausstellung Verlust der Nacht im Herbst 2017

    Vortrag Lichtverschmutzung am 12.10.2017

    Vortrag Terra-preta am 05.03.2015

  • Terra preta – Biokohle in der Landwirtschaft

    Bienenweiden

    Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbeirats Karlstein

    Stellungnahme zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK)

  • Umweltpreis Landkreis Aschaffenburg 2016 (1. Platz)

    Grüner Engel – Preisverleihung an Robert Ehrenhart 2018