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  • Ringelnattern in Kleingartenanlagen

    Der Umweltbeirat hat erfahren, dass im Bereich der Kleingartenanlage im Gemeindeteil Großwelzheim aktuell Schlangen beobachtet worden sind. Gleiches ist von Gartenbesitzern im Wohngebiet „Karlstein II“ östlich der neuen Feuerwache zu hören gewesen.

    ringelnatterDie Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Aschaffenburg hat anhand von Fotos die gesichtete „Schlange“ als Ringelnatter identifiziert. Dass diese seltenen und streng geschützten Tiere erstmals in den Gartenanlagen angetroffen werden, hat der fachlichen Auskunft folgend mit den Veränderungen in der Landschaft am nordöstlichen Großwelzheimer Ortsrand, zum Beispiel durch Baumaßnahmen, zu tun.

    Die Ringelnatter ist eine in die hiesigen Biotope hervorragend passende Schlange, die als völlig harmlos für den Menschen eingestuft werden muss. Sie besitzt weder Gift noch Giftzähne und beißt nur im äußersten Notfall zu, wenn sie zum Beispiel unsachgemäß angefasst wird.

    Da die Ringelnatter ein sehr scheues Tier ist, flieht sie bei Gefahr geräuschlos in ein Versteck – am liebsten ins Wasser. Wenn sie sich bedroht fühlt, zischt sie heftig. Beim Ergreifen beißt sie nicht unbedingt, sondern scheidet als Abwehrreaktion aus der Analdrüse eine stinkende, gelb-weiße Flüssigkeit aus, deren Geruch noch lange an Haut und Kleidern haften bleibt.

    Als Lebensraum bevorzugt die Ringelnatter, die sich überwiegend von Amphibien ernährt, die Nähe von Gewässern. Sie kann aber auch in einiger Entfernung vom Wasser in Wiesen, Steinbrüchen, auf Waldlichtungen und in Hausgärten angetroffen werden.

    Weil die Ringelnatter wie alle heimischen Reptilien streng geschützt ist, und weil sie zudem ungiftig und harmlos ist, lautet unsere Empfehlung, die Tiere möglichst in Ruhe zu lassen und ihnen Möglichkeiten zum Entkommen bzw. zum Verstecken wie etwa in Holzhaufen oder dichtes Buschwerk mit Krautschicht zu bieten.
    Karlstein, Juli 2019

     

    Bienen meiden Forsythien – Warum?

    Im Vorfrühling ist sie ein wichtiger Frühlingsbote: die Forsythienblüte. Sie kündet vom Frühjahr und motiviert z. B. Rosenliebhaber, diese spätestens mit Einsetzen der Forsythienblüte zurückzuschneiden.

    Angesichts der Maßnahmen zum Schutz und Fördern der Bienen war dieses Jahr vermehrt in Presse und Internet zu lesen, dass die Forsythie für Bienen nutzlos sei, da sie weder Pollen noch Nektar produziere. Diese Feststellung ist leider richtig. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Forsythie (Forsythia x intermedia) züchtungsbedingt sterile Blüten bildet. Die ursprünglich aus China stammende Pflanze wurde seit dem 19. Jahrhundert auch in europäischen Gärten gepflanzt und kultiviert. Weil sie aus einer Kreuzung zweier Forsythienarten hervorging, entstand ein sogenannter Hybride, der nur noch sterile Blüten bildet und lediglich vegetativ, z. B. durch Absenker vermehrt werden kann.

    Zum Glück gibt es eine bei (Wild-)Bienen beliebte Alternative für gelb blühende Gehölze im Vorfrühling: die Kornelkirsche (Cornus mas). foto_kornelkirsche_20190429Die Kornelkirsche blüht sehr schön, für manche Zeitgenossen sogar schöner als die Forsythie, weil sie filigrane Blüten hervor bringt. Die Blüten der Kornelkirsche liefern auch schon sehr früh im Jahr Pollen und Nektar. In milden Regionen startet die Blüte bereits im Februar an frostfreien Tagen, was auf Hummeln und andere Wildbienen eine hohe Anziehungskraft ausübt. Dieses Gehölz hat weitere Vorteile gegenüber der Forsythie: im Spätsommer bietet es überreich Kornelkirschen zur Ernte und für gefiederte Vertreter zum direkten Verzehr an. Im Herbst schließt die Kornelkirsche zudem das Gartenjahr mit ihrem bunten Laub besonders ansprechend ab.

    Die Empfehlung des Umweltbeirat Karlstein lautet daher:

    Wer Forsythien mag, braucht nicht darauf verzichten. Allerdings wäre es wünschenswert, zusätzlich zwei oder drei Kornelkirschen einen angemessenen Platz im Garten zu bieten. Die Kornelkirsche, die je nach Standort und Wasserversorgung drei bis sechs Meter hoch werden kann, eignet sich ausgezeichnet für eine sog. “wilde” Heckenpflanzung, bei der ein Formschnitt entfällt und eventuell ein Rückschnitt alle acht bis zehn Jahre empfohlen wird, um ein Vergreisen der Pflanze zu verhindern.

  • Geschäftsordnung des Umweltbeirates

  • 1. Vorsitzender Dr. Stefan Poths, Tel. 06188/990933 poths-stefan
    2. Vorsitzender Günter Lang

    Winfried Bruder
    Robert Ehrenhart
    Winfried Frepponumweltbeirat
    Horst Herzog
    Werner Heßberger
    Karlheinz Huth
    Werner Imhof
    Reinhard Koch
    Karl-Heinz Lindner
    Martin Mähliß
    Burkhard Merget
    Franz Sell
    Helmut Winter

  • Kartierung wichtiger Naturschutzprojekte des Umweltbeirats Karlstein seit 1987

  • Vortrag zur Freiraum- und Gartengestaltung im Einsatz für Biodiversität und Artenschutz am 21.06.2018

    Ausstellung Verlust der Nacht im Herbst 2017

    Vortrag Lichtverschmutzung am 12.10.2017

    Vortrag Terra-preta am 05.03.2015

  • Terra preta – Biokohle in der Landwirtschaft

    Bienenweiden

    Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbeirats Karlstein

    Stellungnahme zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK)

  • Umweltpreis Landkreis Aschaffenburg 2016 (1. Platz)

    Grüner Engel – Preisverleihung an Robert Ehrenhart 2018