Vom stillen Gedenkort zum Naturparadies

Naturprojekt – Alter Friedhof Großwelzheim wird zur “grünen Lunge” für Karlstein

Ausgangslage

Das rund 2.000 m² große, langgestreckte Areal des Alten Friedhofs in Karlstein am Main (Ortsteil Großwelzheim) ist bereits entwidmet. Während die frühere Aussegnungshalle, das zentrale Steinkreuz sowie einzelne gepflegte Gräber als identitätsstiftende Merkmale erhalten bleiben, ist die Fläche derzeit funktional geprägt: Ein schnurgerader Weg teilt das Gelände, auf dem neben Rasenflächen nur vereinzelte Gehölze zu finden sind.

Das Gestaltungskonzept: Vielfalt statt Monotonie

Ziel ist es, den Ort ökologisch aufzuwerten und an den Klimawandel anzupassen. Im Zentrum der Umgestaltung steht die Auflösung der starren Wegeführung: Ein neu angelegter, mäandrierender Pfad schafft Raum für abwechslungsreiche Naturinseln.

Entlang dieses Weges entstehen vielfältige Lebensräume und Ruhezonen:

  • Ökologische Module: Sandarien, Käferkeller und Eidechsenburgen bieten Refugien für heimische Tierarten.
  • Naturnahe Bepflanzung: Inseln aus heimischen Stauden, Sträuchern und Bäumen fördern die Biodiversität.
  • Aufenthaltsqualität: Rustikale Sitzgelegenheiten in schattigen Bereichen laden zum Entspannen und zur Naturbeobachtung ein.

Positive Effekte für Mensch und Umwelt

Die Umgestaltung erzielt eine nachhaltige Wirkung in drei Kernbereichen:

  • Klimaschutz & Mikroklima: Die neuen Anpflanzungen wirken als CO2-Senke, mindern den „Hitzeinseleffekt“ durch Schatten und Verdunstungskühlung und verbessern die Staubfilterung sowie den Schallschutz im Quartier. Zudem optimieren die entsiegelten Flächen die Regenwasser-Retention.
  • Biodiversität: Es entstehen wertvolle Habitate für Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Bestäuber wie Wildbienen und Schmetterlinge.
  • Soziale Qualität: Der Park wird zu einem Ort der Begegnung und Erholung, der Naturerlebnisse direkt im Wohnumfeld ermöglicht.

Bildung und Gemeinschaft: Mitmachen erwünscht!

Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk: Die Pflanzinseln können gemeinsam mit Schulklassen und Kindergruppen geplant und umgesetzt. So vermitteln wir der nächsten Generation spielerisch die Zusammenhänge zwischen Flora und Fauna.

Jede Unterstützung zählt

Für die Realisierung des Projekts werden rund 7.500 Euro benötigt. Deshalb freut sich die Gemeinde über die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger, denen Natur, Artenvielfalt und ein lebenswertes Ortsbild am Herzen liegen. Dank der großzügigen Unterstützung von der Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg ist die Durchführung ein weiteres Stück näher gerückt – die ersten Arbeiten sollen im Herbst starten.

Spenden können ganz einfach über die Crowdfunding-Plattform (auch per nebenstehendem QR-Code) erfolgen:

https://gofund.me/9944f1500    oder
https://www.gofundme.com/f/umgestaltung-eines-alten-friedhofs-in-ein-naturparadies/

Parallel kann auch an die Gemeinde Karlstein (unter dem Stichwort „Alter Friedhof“) gespendet werden.

Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft dabei, aus dem ehemaligen Friedhof einen wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur zu schaffen.

Die Gemeinde Karlstein bedankt sich herzlich für jede Unterstützung und freut sich darauf, dieses besondere Projekt gemeinsam mit vielen engagierten Menschen zu verwirklichen.

Die Gemeinde Karlstein bedankt sich herzlich für jede Unterstützung und freut sich darauf, dieses besondere Projekt gemeinsam mit vielen engagierten Menschen zu verwirklichen.


Mögliche Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW

 – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen –

 

Natürliche Bodenfunktionen wiederherstellen, Grünflächen schaffen und Artenvielfalt fördern

 Unter der KfW-Zuschuss-Nr. 444 sind diese letztgenannten (und weitere) Voraussetzungen als Unterstützung für Städte und Gemeinden festgeschrieben, die im Rahmen dieses Naturprojektes forciert werden:

„Gefördert werden freiwillige Projekte für mehr Artenvielfalt, Baumpflanzungen und Entsiegelungen. Der nicht rückzahlbare Zuschuss deckt in der Regel 50 Prozent der Kosten. Übergeordnete Ziele sind: Eine erhöhte CO2-Bindung, eine Steigerung der Biotop- und Artenvielfalt sowie ein verstärkter Wasserrückhalt und die Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen, um zu einem natürlichen Klimaschutz in Siedlungsgebieten beizutragen. Dabei sind Synergien zur Abminderung der Folgen des Klimawandels im Sinne einer Verbesserung des Mikroklimas durch Schattenwirkung und Kühleffekte explizit erwünscht.“