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  • Der Umweltbeirat Karlstein berichtet:
    30 Jahre Umweltbeirat Karlstein – 1987 bis 2017

    „Denn unsere Erde gibt es nur einmal!“
    Unter diesem Titel hat Festredner Henning Kaul, MdL a.D. und langjähriger Vorsitzender des Umweltausschusses im bayerischen Landtag, bei der Jubiläumsfeier des Umweltbeirats Karlstein am vergangenen Freitag die anwesenden Bürgerinnen und Bürger der Akademischen Feier zum Nachdenken über Umwelt und Naturschutz angeregt. Während Entscheidungen im Steuer- oder Sozialrechts sofort ihre Wirkungen zeigen, sind die politischen Entscheidungen zum Umwelt- und Naturschutz erst langfristig wirksam. Dabei müssen die handelnden Politiker oft Jahrzehnte voraus denken, um die Auswirkungen solcher Entscheidungen beurteilen zu können. Bei all diesen Faktoren ist die Stadt oder Gemeinde die Basis allen umweltpolitischen Handelns. Mit dieser Conclusio gratulierte Henning Kaul dem Umweltbeirat Karlstein für seine erfolgreiche Arbeit aus drei Jahrzehnten zum Wohle der Gemeinde Karlstein.

    akademische-feierAuch Marianne Krohnen gratulierte als stellvertretende Landrätin dem Umweltbeirat für sein langjähriges Engagement und erinnerte in diesem Zusammenhang an den Gewinn des Umweltpreises des Landkreises Aschaffenburg – 1. Platz – im letzten Jahr. Bürgermeister Peter Kreß betonte in seiner Ansprache die sehr effektive Arbeit des Gremiums, von der er sich auch in Zukunft weiterhin neue Impulse und fundierte Empfehlungen für die Arbeit der Gemeindeverwaltung wünscht. Der Umweltbeirat dankte vertreten durch seinen 1. Vorsitzenden Dr. Stefan Poths den Gemeinderäten, der Gemeindeverwaltung und den Bürgermeistern aus drei Jahrzehnten für deren Unterstützung und versprach, die angesprochenen Aufgaben mit Engagement, fachlicher Expertise sowie guter Ortskenntnis aufzugreifen und in der Form entsprechender Empfehlungen dem Gemeinderat wie auch der Verwaltung zur Verfügung zu stellen.

    Der Akademische Abend mit ca. 50 Gästen setzte nach den offiziellen Reden den Gedankenaustausch zu Themen des Natur- und Umweltschutzes noch bis zum späten Abend fort. Die Festschrift des Umweltbeirats zum 30-jährigen Bestehen ist kostenfrei im Rathaus und in der Gemeindebibliothek verfügbar.

     

     

    Wanderausstellung zur Lichtverschmutzung

    In Ergänzung zu unserem Fachvortrag zum Thema Lichtverschmutzung am 12.10.2017 präsentierte der Umweltbeirat Karlstein im Oktober/November 2017 die Wanderausstellung „Verlust der Nacht“ des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e. V.

    Die Erhellung der Nacht durch künstliches Licht

    Ein tagheller Nachthimmel, künstlich angestrahlt durch unzählige Lichter. Da Licht positiv mit Werten wie Sicherheit, Wohlstand und Modernität besetzt ist, neigen wir dazu, unsere Umgebung intensiv zu beleuchten. Doch was unschätzbare Vorteile bringt, hat auch eine Schattenseite: Die Lichtverschmutzung – verstanden als die Verschmutzung des natürlichen, nächtlichen Lichts durch künstliches Licht – nimmt zu. Auswirkungen auf Mensch und Natur durch künstliches Licht sind bisher weitestgehend unbekannt. Ganzheitliche Ansätze und eine differenzierte Untersuchung der Auswirkungen des künstlichen Lichts gibt es jedoch derzeit nicht.

    In dem interdisziplinären BMBF Projekt „Verlust der Nacht“ untersuchen Wissenschaftler nun erstmals gemeinsam die ökologischen, gesundheitlichen sowie kulturellen und sozioökonomischen Auswirkungen, aber auch die Ursachen für die zunehmende Beleuchtung der Nacht. Auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse sollen Lösungsansätze für moderne Beleuchtungskonzepte und nachhaltige Techniken entstehen.

    Quelle: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e. V.

    „Europa bei Nacht“ Quelle: NASA

    „Europa bei Nacht“
    Quelle: NASA

     

     

    ISEK

    Mitglieder des Umweltbeirates haben an den Bürgerworkshops und weiteren Veranstaltungen zur Erarbeitung des Integrierten städtebaulichen Enwicklungskonzepts (ISEK) für die Gemeinde Karlstein teilgenommen und insbesondere Vorschläge für einen noch besseren Natur- und Umweltschutz in Karlstein unterbreitet. Zur Endfassung des Entwicklungskonzeptes hat der Umweltbeirat eine ausführliche Stellungnahme abgegeben, die unter diesem Link eingesehen werden kann.

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    Streuobstwiesen-Aktionsplan: Workshop im Januar 2017

    Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg setzt zurzeit in Karlstein den „Streuobstaktionsplan Landkreis Aschaffenburg“ um. Damit soll neben weiteren Zielen das letzte größere Brutgebiet des Steinkauzes in Bayern für diese selten gewordene Vogelart erhalten werden. Im Sommer 2016 wurden die Streuobstbestände in Karlstein erfasst und bezüglich ihres Pflegezustandes bewertet.

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    Die Ergebnisse dieser Erhebung werden beim Workshop präsentiert und Maßnahmen zum Erhalt der Bestände vorgestellt und diskutiert. Zu den weiteren Schritten des Projekts, in das der Umweltbeirat von Beginn an eingebunden wurde, wird demnächst auf dieser Seite informiert.

     

  • Geschäftsordnung des Umweltbeirates

  • 1. Vorsitzender Dr. Stefan Poths, Tel. 06188/990933
    2. Vorsitzender Günter Lang

    Winfried Bruder
    Robert Ehrenhart
    Winfried Freppon
    Horst Herzog
    Werner Heßberger
    Karlheinz Huth
    Werner Imhof
    Reinhard Koch
    Karl-Heinz Lindner
    Martin Mähliß
    Burkhard Merget
    Franz Sell
    Helmut Winter

  • Projektkarte 2016

  • Fachvortrag zum Thema Lichtverschmutzung am 12.10.2017:

    „Der Sternenhimmel über mir – und was davon noch übrig ist“

    Quelle Bildmaterial: Sabine Frank, Fulda

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    Was machen Sie eigentlich nachts?

    Mit dieser provokativen Frage eröffnete Sabine Frank ihren Fachvortrag „Der Sternenhimmel über mir – und was davon noch übrig ist“ zum Thema Lichtverschmutzung, den der Umweltbeirat Karlstein im Rahmen seiner Jubiläumswochen zum 30-jährigen Bestehen organisiert hatte. Frau Frank ist im Landratsamt Fulda die Koordinatorin im Sternenpark des Biosphärenreservats Rhön und weiß, wovon sie spricht. Mit Umrüstung auf energieeffiziente LED-Beleuchtungstechnik und der ungebrochen wachsenden Ausweisung neuer Baugebiete breitet sich die nächtliche Lichtverschmutzung mittlerweile auch im ländlichen Raum immer weiter aus. Dies hat Nachteile für die menschliche Gesundheit, aber auch für den Arten- und Naturschutz, sowie für kulturelle Aspekte.

    Schlafen!

    Ist die Antwort, die die Referentin von einem Studenten zugerufen bekommt. Und weil wir Menschen üblicherweise nachts schlafen oder zumindest nicht draußen verweilen, bekommen wir nicht mehr mit, wie sehr Lichtsmog unsere Umwelt negativ beeinflusst. Lange Zeit wurde die Nacht als schützenswerter Lebensraum im Naturschutz und bei der Stadtplanung vernachlässigt. Künstliches Licht bei Nacht bedeutet Komfort und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Aber in den letzten 40 Jahren wurden unsere Nächte durch Menschenhand immer heller und das blieb nicht ohne Folgen. Schließlich bestimmt der Wechsel von Hell und Dunkel den Rhythmus allen Lebens; Unterbrechungen oder Störungen haben vielfältige Auswirkungen. Die Forschung konnte hierzu in den letzten Jahren viele Erkenntnisse gewinnen – auch und gerade in Bezug auf die menschliche Gesundheit. Der Vortrag brachte uralte Zusammenhänge von Tag und Nacht zurück ins Bewusstsein, aber auch top-aktuelle Themen aus der Chronomedizin, wie sie gerade erst vor wenigen Tagen durch die Verleihung des Medizin-Nobelpreises 2017 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden.

    Wussten Sie, dass am Abend wenige Minuten Lesen am PC oder Smartphone wie eine Tasse Kaffee wirken?

    Die hohen Blauanteile im Kunstlicht wirken nachts kontraproduktiv bezogen auf einen gesunden Schlaf. Das beginnt bei den Smartphones, geht weiter mit den „ARD-Tagesthemen“ im Fernsehen und wird leider viel zu oft auch bei der LED-Außenbeleuchtung missachtet. Abhilfe bieten bereits einfache Apps, die die Blauanteile im Bildschirmlicht von Smartphone & Co. reduzieren. Im Außenbereich gibt es einfache Folien, die auch nachträglich auf LED-Strahler aufgesetzt werden können. Der Vortrag Frau Franks konnte den Zuhörern im Rudolf-Wöhrl-Pavillon Karlsteins den Nachthimmel wieder näher bringen und auf die Nacht als einen wunderschönen, aber schutzbedürftigen Raum aufmerksam machen. Einige der über 50 Besucher sind beruflich oder durch ihr Gemeinderatsmandat mit dem Thema Straßenbeleuchtung befasst. Daher stieß Sabine Frank auf großes Interesse, als sie an einer Schaltwand unterschiedliche LED-Strahler demonstrierte und letztlich auch technische Maßnahmen darstellen konnte, die in der Umsetzung die Lebensqualität der Menschen in den Ortschaften steigern.

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    Nach einem 90-minütigen Vortrag und einer anschließenden 30-minütigen Sternenwanderung am Mainufer Karlsteins wurde allen Besuchern des Abends klar, wie wichtig der richtige Einsatz von Leuchtmitteln zur Nachtzeit für die Sicht auf den Sternenhimmel, das eigene Wohlbefinden und nicht zuletzt für alle nachtaktiven Lebewesen um uns herum ist. Der Blick in den Sternenhimmel, dessen Beschreibung unser ältestes Kulturgut ist, und Sabine Franks Erläuterungen und Geschichten dazu, hat die Begeisterung bei allen perfekt gemacht. Wie nah sich hochmoderne Technik wie LED-Licht auf der einen und uralte Menschheitsgewohnheiten wie der Sternenbeobachtung auf der anderen Seite gekommen sind? Der Vortragsabend am 12. Oktober in Karlstein machte es zu später Stunde sichtbar.

     

  • Terra preta – Biokohle in der Landwirtschaft

    Bienenweiden

    Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbeirats Karlstein

  • Umweltpreis Landkreis Aschaffenburg 2016 (1. Platz)