Es kommt immer wieder vor, dass Äste und Sträucher in die Straße hineinragen oder auf die Straße stürzen und zu einer ernsten Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer werden. Insbeson­dere in den Gehweg ragende Bäume und Sträucher sind oft ein Hindernis für Fußgänger, die dann gezwungen sind auf die Straße auszu­weichen. Besonders ärgerlich ist dies etwa für Personen, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, oder auch Personen mit Kinderwagen.

Nach der geltenden Rechtsprechung ist der Eigentümer oder Besitzer eines von ihm be­nutzten, an einer öffentlichen Straße liegenden Grundstückes verpflichtet, auf den Straßen­verkehr Rücksicht zu nehmen und schädliche Einwirkungen, die von diesem Grundstück ausgehen und den öffentlichen Straßenverkehr gefährden, zu vermeiden.

Dies bedeutet:

  • Bäume müssen stets vom jeweiligen Eigentümer auf ihren Zustand hin überprüft werden. Soweit es sich um morsche oder schadhafte Bäume handelt, sind sie umgehend zurückzuschneiden oder notfalls zu fällen.
  • Nach oben hin muss eine lichte Höhe von 4,50 m freigehalten werden.
  • Auch zur Seite hin ist ein ausreichender Abstand erforderlich. Es dürfen keine Bäume, Sträucher oder sonstige Pflanzen in den öffentlichen Verkehrsraum (Gehweg, Fahrbahn, öffentliche Parkplätze etc.) hineinragen. Betreffende Pflanzen müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden.
  • Die Gemeinde Karlstein sowie das Staatliche Bauamt Aschaffenburg bitten alle Grundstücks­eigentümer dies zu beachten, um straf- und haftungsrechtlichen Risiken vorzubeugen.